27 Okt 2015

Nordland 2015 / Lessons Learned

Submitted by Bernd

"Lessons learned", was bleibt und was sich ändern könnte; beim nächsten Mal gen Nordland und vielleicht schon im Mai 2016 ...

Die folgenden Überlegungen sind in drei spezifische Bereiche unterteilt: Ausstattung, Technik sowie Food&Nonfood. Dazu kommt ein allgemeiner Teil, kommen weitere, lose Gedanken.


Die Ausstattung:

Ein Zelt incl. Unterlage, Befestigungsmaterial und dem notwendigen Werkzeug werde ich nicht mehr mitnehmen. Einerseits bin ich vielleicht doch schon zu alt für derartige Übungen (hatte das Zelt auch in 2014 nur einmal aufgebaut) und andererseits gibt es Hütten und andere Übernachtungsmöglichkeiten in großer Zahl, findet man und soweit nicht gerade in der Hauptsaison (Mitte Juni is Mitte September) unterwegs dann immer einen Platz zum Schlafen, gibt es oft auch preiswerte, sog. B&B (bed&breakfast) Unterkünfte.

Was auf jeden Fall wieder mit muss (Bettwäsche ist eh' Pflicht), das ist die dreiteilige Matratze und die Wolldecke nebst Kopfkissen. Die Matratze ist nicht nur für die Notübernachtung im Auto gut, habe sie auch einmal in einer Hütte verwendet, weil die dortige Schlafstatt unmöglich war. Und obwohl in den Hütten in der Regel Decken und Kissen (zum Beziehen mit der eigenen Bettwäsche vorhanden sind, so hatte ich diesmal eine Hütte, da war nur ein Kopfkissen vorhanden und eine andere Hütte, wo es nichts dergleichen, es lediglich eine Matratze gab.

Ein Bademantel btw. kann auch nicht verkehrt sein, sind die oft vorhandenen Saunakabinen in der Regel (zweimal erlebt) nur über offenes Gelände zu erreichen, war nur eine Sauna direkt von der Hütte aus begehbar.

 

Technik:

Eine 230V - Verlängerung mit Dreifach-Dose ist ebenfalls Pflicht, musste mir unterwegs eine besorgen, weil das Angebot an Steckdosen in den Zimmern und Hütten zwar manchmal gut ist, meist jedoch eher mäßig bis schlecht.

Auf jeden Fall muss das entsprechend konfigurierte Reserve-Smartphone incl. zweiter SIM-Karte mit. Nicht nur, dass die telefonische Erreichbarkeit etc. bei einem Defekt des Hauptgerätes weiterhin gegeben sein muss, auch wegen der Funktion als Hotspot für das Notebook. Hatte das erst kurz vor dem Start der Tour eingerichtet und getestet; möchte nicht mehr ohne sein, gilt das zukünftig in ähnlicher Weise auch für das Tablet (welches ja nicht mit war). Über eine, mit dem entsprechenden Auslandstarif versehene SIM-Karte im Smartphone gehen Notebook und ggf. Tablet ins Netz, brauchen keine eigenen Karten, UMTS-Sticks etc. mehr.

Sinnvoll ist bei dem genannten Verfahren, sich rechtzeitig vor Antritt der Tour eine genügende Anzahl Aufladbons (nutze Aldi Talk) zu beschaffen, die dann bei Bedarf auf das Konto der primären SIM-karte nachgebucht werden können; oder eben auf die Reserve-SIM, soweit diese nötig werden sollte.

Die Reservekamera habe ich zwar nicht gebraucht, aber auch sie muss wieder mit.

Vielleicht sollte ich auch den zweiten Autoschlüssel mitnehmen; für alle Fälle ...

 

Food&NonFood:

Gerade wenn man eher in der Einsamkeit, in ganz unterschiedlich ausgestatteten Hütten unterwegs ist, so sollte dahingehend ein entsprechender Vorrat nebst Gerätschaft mitgeführt werden. Geschäfte im herkömmlichen Sinne werden immer weniger, je weiter man nach Norden kommt und gegen den Kauf von Lebensmitteln an Tankstellen -die weiter oben ebenfalls sich rah machen- habe ich eine grundsätzliche Abneigung.

Ein absolutes "Muss" ist der (Reise)wasserkocher; meiner hat 0,5 ltr. Fassungsvermögen. Falls in Minimalausstattung lediglich Strom in der Hütte vorhanden ist, so kann man sich immer noch eine warme Suppe etc. und in jedem Fall Kaffee oder Tee zubereiten. Gut trinkbares, für die Essenszubereitung notwendiges Wasser gibt es im Norden ohne Probleme aus der Leitung, nehme ich dennoch die drei Sechserpacks an 0,5 ltr. Mineralwasser (medium) wieder mit, die ich in der Regel unterwegs beim Fahren trinke, mir sog. stilles Wasser da einfach etwas zu lasch ist..

Soweit in der Hütte eine Elektrokochplatte, aber keine passende Gerätschaft vorhanden ist, so sollte man schon eine Pfanne, einen Topf und ein Sieb mitnehmen; den Holzlöffel zum Umrühren nicht zu vergessen. Natürlich, das entsprechende Besteck, Dosenöffner, Korkenzieher etc. gehören ebenso mitgeführt wie ein Kaffeebecher.

Nicht zu vergessen sind mehrere Rollen Wisch&Weg; für jegliche Hygiene und gerade in Hütten ohne Wasseranschluß gut. Dazu Müllbeutel, ein Geschirrtuch, einen Spülschwamm und natürlich Spülmittel.

Womit wir bei den Lebensmitteln wären, die nicht nur wegen der höheren Preise in Skandinavien, auch wegen der gerade im Norden recht dünn gesähten Einkaufsmöglichkeiten soweit als möglich mitgeführt werden sollten. Dabei ist, unter Berücksichtigung des vorher Gesagten, entsprechend variabel vorzugehen.

Fertigsuppen etc. im Becher sind immer gut. Heißes Wasser d'rauf und schon kann gespeist werden. Soweit die Hütte (oder ggf. der Serviceraum auf dem Camp) eine Microwelle bietet, sind dahingehende Gerichte nicht verkehrt. China/Thai-Nudeln als Komplettmahzeit incl. Gewürzen etc. kann man sich im mitgebrachten kleinen Topf (einfach heißes Wasser d'rauf) gut zubereiten. Und falls Kochplatten vorhanden, so sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Btw. Einen Kühlschrank hatten bislang fast alle meine Hütten; nur habe ich den schon mal abgestellt, wenn er (nachts) zu laut vor sich hin summte.

Und ja, Gewürze gehören ebenso mitgenommen, wie Olivenöl, Streukäse und/oder Parmesan. Praktisch sind auch getrocknete Petersilie und Zwiebeln etc.


Sonstiges, ganz allgemein:

Nach zwei Touren im Herbst denke ich nun daran, die nächste Fahrt im Frühjahr bzw. Frühsommer zu machen, spätestens in der ersten Juniwoche zurück zu sein. Das Thema "Mücken" dürfte da noch keines sein und auch die ansonsten sommerliche große Nachfrage auf den Campingplätzen nicht von wirklicher Relevanz.

Zwei geografische Schwerpunkte scheinen mir dabei Priorität zu erlangen. Einmal wollte ich das sog. Ferry-Hopping an der norwegischen Nordmeerküste noch etwas ausdehnen, vielleicht auch mal auf eine der vorgelagerten Inseln übersetzen und darüber hinaus möchte ich doch ein paar Tage länger als diesmal (2015) in Finnland verbringen.

Einige Ideen bezüglich der Route habe ich schon, aber das ist ja noch etwas hin ....