12 Jul 2013

Eine kurze Geschichte von fast allem - 09

Submitted by ebertus

Nein, das wird keine Buchbesprechung, obwohl Bill Bryson lesenswert ist, hier im Blog auch schon mal auf andere Werke des Autors hingewiesen wurde. In nach wie vor unregelmäßigen Abständen, unter einem neutralen Artikeldach mögen verschiedene, aktuelle Nachrichten in wenigen Sätzen kommentiert werden. Oft wird dies - und nicht mal unbeabsichtigt - auch Themen betreffen, die hier bereits abgehandelt wurden.

Startpage ist seit wenigen Wochen meine neue Startseite und bevorzugte Suchmaschine.

"Wenn Sie mit Startpage suchen, bereinigen wir alle Informationen, die zu einer Identifizierung führen können und geben Ihre Suchanfrage dann anonym an Google weiter. Wir erhalten dann die Suchresultate und retournieren diese an Sie unter absoluter Wahrung Ihrer Privatsphäre. Ihre IP-Adresse wird nie gespeichert, Ihre Besuche werden nicht aufgezeichnet und wir installieren keine Tracking-Cookies auf Ihrem Browser."

Na mal sehen, wie lange sich Google das gefallen lässt, falls Startpage, getrieben durch die aktuellen Ereignisse und Diskussionen über ein Nischendasein hinaus kommt. Getestet habe ich auch Metasearch und DuckDuckGo, beide lieferten mir jedoch -verglichen mit Google- sehr begrenzt brauchbare Ergebnisse, die darüber hinaus primär im englischsprachigen Raum angesiedelt waren.

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Firefox-OS scheint nun konkret zu werden. Nur wenn da "Telekom" zu lesen ist, dann wird mir gleich wieder etwas blümerant. Da gibt es möglicherweise ein entsprechendes Branding, vielleicht SIM-Lock und noch andere "Schweinereien". Da die Geräte wohl bestenfalls die Mittelklasse adressieren, so sollten sie über den Provider hinaus und bei freiem Verkauf auch nicht wirklich teuer sein. Dahingehend ist ein Test schon mal angesagt. Interessant wird es sein zu erfahren, wie die allfällige Infrastruktur beschaffen ist. Darunter fallen beispielsweise notwendige Updates, die Versorgung mit zusätzlichen Apps oder schlicht der notwendige Account, ähnlich dem bei Google/Android. Ein eher technisch orientierter Kommentar bei heise macht, was die Funktionalität betrifft zumindest Hoffnung; darf positiv verstanden werden.

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Threema ist ein Messenger, ähnlich dem von WhatsApp, (nur?) mit dem Unterschied einer sicheren Verbindung, einer EndezuEnde-Verschlüsselung. Den notwendigen Account habe ich mir eingerichtet, dabei die (einmalige) Zahlung von 1,60 Euro via meinem bei Google hinterlegten Zahlungsdaten geleistet. Schon hier gefragt, gleich mal der Verweis auf oben genanntes Firefox-OS: Wie wird dort Derartiges, durchaus die Privatsphäre Betreffendes gehandhabt? Mal schauen, die von mir im Familienkreis ausgeguckte Testperson für Threema hat keine Zahlungsdaten bei Google hinterlegt... Ansonsten und sofort bemerkbar, ist die Inbetriebnahme der App nicht so kurzschlüssig wie die von WhatsApp, einfach über die Telefonnummer und gut is' nach dem Bestätigen der SMS. Das Ampelsystem bei Threema werd ich also mal durchlaufen, nächste Woche -wenn man sich persönlich sieht- auch via Scannen/QR-Code. Wer hier mitliest, darf sich auch gern wegen möglicher Test bei mir melden.

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John Walker ist der Gründer von Autodesk, der Firma, welche das computergestützte Konstruieren maßgeblich mitbestimmte. AutoCAD, dessen nicht immer einfache, nicht so gradlinige und oft auch (uns) Administratoren in komplexen Firmennetzen fordernde Installations- und Ablaufanforderungen waren Teil meines beruflichen Engagements. Ähnlich wie (der späte) Joseph Weizenbaum, jedoch statt aus dem akademischen, nun aus dem industriellen Umfeld kommend, so reflektiert Walker immer wieder, kritisch und oft auch ein Stück weit visionär die (möglichen) Entwicklungen im Umfeld seines ehemaligen Wirkungskreises. Bei Telepolis ist eine in das Deutsche übersetzte Essaysammlung von John Walker verlinkt, die mit viel Muße und bei entsprechendem Interesse gelesen werden darf. Selbst habe ich bislang den ersten und den letzten dort verlinkten Text gelesen und frage mich, woher dieser mit Sicherheit nicht mehr junge Mann das alles bereits vor knapp zehn Jahren gewußt, geahnt hat.

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Fefe, und das soll es hier gewesen sein, bringt den aktuellen Bezug schneller und deutlicher auf den Punkt, als damals ein John Walker. Und Fefe, das sei mal unterstellt, der kennt sowohl seinen Walker wie auch seinen Weizenbaum.