25 Mai 2010

Mitstörerhaftung

Submitted by ebertus

Nachdem hier nun dieses tolle Apture integriert ist, so steht bzw. stand der Sinn auch nach RSS-Feeds. Zumal, und wenn es sich dabei um eine quasi seriöse Quelle (Tageszeitung etc.) handelt, daraus keine rechtlichen Probleme erwachsen sollten. Ein klarer Fall von Denkste ...

Verlinkung ist die Basis des WorldWideWeb, nicht wiederholen, nicht neu erfinden sondern verweisen. Schon für Links - und dem was "dahinter" passiert - kann man weder in der Breite noch in der Tiefe sozusagen die Hand in's Feuer legen; über den nationalen Rahmen hinaus erst recht nicht. Und nun also RSS-Feeds, der nächste Baustein. Jeder Betreiber eines schnöden Zeitungskiosk in der realen Welt ist ja im Grunde in der gleichen Situation. Er verdient sein Geld mit dem Vertrieb von Medien (Zeitungen, Zeitschriften), über deren Inhalte er sich bis gestern keine Gedanken machen musste. Schlimmstenfalls Medien, die beispielsweise auf dem Index stehen (Jugendgefährdung, Nazipropaganda etc.) sind davon ausgenommen.

OK, man wird sehen, ob a) der RSS-Verlinker dies rechtlich weiter verfolgen, gegen das Urteil angehen wird und b) ob dieses Urteil bei höheren Instanzen (siehe den Kioskbetreiber) dann Bestand haben wird. Bis dahin jedoch, und die begleitende Teilnahme der interessierten Szene wird dabei vorausgesetzt, gibt es hier somit keine RSS-Feeds. Der kleine Blogbetreiber hat bei dieser formal blinden Justitia nur theoretisch eine Chance, praktisch aber einfach nicht den monetären Rückhalt, dies durch die Instanzen zu verfolgen.

Und Lieschen Müller muss da aufpassen, was sie so denkt - und was der Durchschnittsrichter dann daraus "im Namen des Volkes" ableitet.

Und...Der Tauss ist wohl zum medialen Abschuß freigegeben, die Kirche dagegen (noch) nicht.