22 Jul 2013

Linux, die Erste

Submitted by ebertus

Nach ersten, schlußendlich relativ positiv erscheinenden Gehversuchen mögen hier die weiteren Schritte, gern auch Meilensteine genannten Versuche dargestellt werden, mit denen sich ein durchaus  IT-affiner,  nicht vollkommen unbedarfter Zauberlehrling dem System Linux nähert. Anlass waren/sind einerseits die offensichtlich sehr real zutreffenden, sog. Snowden-Enthüllungen und andererseits die in mehreren Blogs hier (und teilweise auch beim Freitag) dargestellten Thematiken des "Was tun?" gegen eine grenzenlose Überwachung und Manipulation, bei der auch die BigPlayer des IT-Business willfährig mitmachen, dem selbsternannten BigBrother dienen.

Fefe hat das kurz und gut auf den Punkt gebracht, was nun zu tun ist, soweit man nicht in der Herde ruhig weiter grasen wollte:

"Um das mal ganz klar zu sagen: Linux einsetzen und Verschlüsseln ist keine Lösung für alles. Per Trafficanalyse wissen die immer noch, wer wann mit wem geredet hat. Nur nicht mehr notwendigerweise worüber. Das sehen die nur, wenn einer der Gesprächsteilnehmer Hintertüren im System hatte oder das dann auch auf Facebook oder Twitter rausposaunt oder bloggt. Open Source ist ein Werkzeug, nicht die Lösung. Ihr müsst auch euer Verhalten entsprechend ändern."

 

Friedemann Karig sieht das bei Carta etwas anders, und hat ebenfalls recht, wenn er fragt:

"Sollen wir uns wirklich zu unserem Schutz mit Kryptographie befassen? Oder setzen wir dadurch vielleicht die Überwachungsspirale erst recht in Gang?"

Ein Text, der sehr grundsätzlich wird, wenn er willfährige, marionettig agierende, sich dumm und unwissend gebende PolitikerInnen auffordert, ihrem Verfassungsauftrag nachzukommen. Heribert Prantl auf der SZ sieht das ähnlich, ebenfalls sehr grundsätzlich, wenn nicht gar unterirdisch..

 

Ok, als kleiner Mensch und mit einer gewissen freien Zeit gesegnet, so ist das Grundsätzliche, das Globale bestenfalls im Hinterkopf zu halten, kann dieses "think global, act local" beinahe die einzige Handlungsmaxime sein. Und "local" muss nicht unbedingt und ausschließlich in einem geografischen Sinne verstanden werden. Local kann hier auch bedeuten, das eigene Sein, das eigene Verhalten und im Sinne des zitierten Fefe anzupassen, den Blick zu schärfen, das (persönliche) Umfeld versuchsweise zu sensibilisieren; ohne dabei über Gebühr zu nerven...

TrueCrypt via Container auf dem Stick verwende ich seit Jahren; wenigstens ein Familienmitglied und ein anderer aus dem Freundeskreis macht dies nach meiner Anleitung ebenfalls. Der VPN-Connect ist seit einigen Monaten im standardmäßigen Gebrauch, obwohl hier ohne entsprechende Bezahlung, sprich: einem kostenpflichigen Account kein Komfort, keine wirkliche Performance zu erwarten ist. Linux zu verwenden ist natürlich ein ganz anderes Level, beinahe ein Paradigmawechsel, nur muss man eben wachsam sein, wenn die BigPlayer einen vereinnahmen wollen. Welche Schweinereien da möglich sind, dazu wurde hier schon mal verlinkt, dies in einem BlogText nebst Kommentaren begleitet. Und dann eben Linux, als Titelbild hier mit der Beschreibung dieser Gehversuche, der ersten Höhen und Tiefen.

Dieser Auftaktblog möge nun in unregelmäßigen Abständen durch weitere, unten zu verlinkende Texte ergänzt werden, von denen ein erster bereits eingestellt ist. Primär ist dies als gewisse Eigendokumentation, dem eigenen Verständnis wegen zu verstehen, wenngleich Kommentare natürlich willkommen sind. Keine Ahnung, ob das Projekt erfolgreich sein, oder Windows (genauer: W7) vorerst das System der Wahl bleiben wird. Eine lernende Ergebnisoffenheit ist das Credo, und gleich im folgenden, ersten Text sollen schon mal die Essentials des weiteren Vorgehens aufgezeigt werden.

 

# Linux, der Rahmen

# Linux, Backup again

# XP forever

# Linux, Backup Die Dritte



Linux - es geht voran

"Linux, Backup again" ist hier der nächste Eintrag/Blog dieser investigativen Serie.

Ok, jetzt sind ab morgen und ein weiteres Mal die Schweizer Alpenpässe gefragt. Da begleitet mich mein altes Notebook, installiert ohne Dualboot und ausschließlich mit dem vertrauten W7. Das für einige Tage gebuchte Hotel in Oberwald (Wallis) bietet Internet via WLan. Ein entsprechender Blogtext nebst Bildern und kleinen Videos wird natürlich vorbereitet, im Hinterkopf immer gern mitgeschrieben.

Bis denne ...