12 Mär 2011

Glücklicherweise weit, weit weg ...

Submitted by ebertus

und die Winde stehen hoffentlich günstig...Nein, ein 9/11-reload ist das nicht, ebenfalls nicht in der Tradition von Hiroshima oder Nakasaki; und die Millionen Jahre, nach denen "so etwas" rein statistisch - sehr beruhigend zu wissen - "wieder" passieren kann sind seit Tschernobyl ja fast schon abgelaufen. Also, Röttgen sieht das wohl sehr richtig; das ist weit weg - der Mann im Mond gar noch weiter, oder?

Keine russische Steinzeittechnik, keine bösen Islamisten, aber Anteilnahme wird man ja wohl noch bezeugen können, das sieht mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur der Röttgen so. Schließlich werden sie ja wieder heldenhaft kämpfen, sterben oder unter Spätfolgen zu leiden haben. Nein, nicht die Vertreter des atomaren, des politisch-industriellen Komplexes; deren Datschen und Landhäuser stehen anderswo. Nein, das wird wieder die kleinen Helfer, die Retter, die Arbeiter und Techniker vorort treffen. Und natürlich die Soldaten, die vorsichtshalber nun dort stationiert werden müssen. Ganze Landstriche werden unter Umständen entvölkert, der Arnachie preisgegeben; außer bei denen, die bleiben, die Vertrauen haben. Vielleicht gibt es sich ja wieder, in Harrisburg kam es ja auch nicht zum Äußersten.

Hierzulande haben wir ebenfalls Vertrauen (nötig), bis auf die paar Technikmuffel, die Nestbeschmutzer und Träumer erkennt wohl die Mehrheit der Menschen, was "gut" für sie ist. Ansonsten, don't panic, schließlich ist die Energie aus Atomkraft alternativlos; und in weiteren, Millionen von Jahren - wer weiss das schon...

http://www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/47086.php

JAPANS SCHWARZER FREITAG

Der Schwarze Freitag Japans, gestern, ich bedauere die Menschen, deren Not, und das Land, das mit den gestrigen Ereignissen ein anderes geworden ist. Aus räumlicher Ferne, nicht helfend könnend, sehe ich zu, der Naturgewalt zum Einen, die nie beherrschbar sein wird, die Japaner wissen, dass „eigentlich“ große Landstriche nicht bewohnbar sind, kennen um Risiken, die nicht beherrschbar sind, Mutter Natur führt das Regiment..

Das war nun das fünftgrößte Erdbeben aller Zeiten, so bekannt, man hätte, auch bei noch besserer Vorbereitungszeit zur Katastrophe, diese nicht verhindern können, leider.

Zum Anderen haben wir es mit einer der größten nuklearen Katastrophen zu tun, Tschernobyl ist erst 25 Jahre her, und keiner weiß zur Zeit, wie groß DIESE noch sein wird.

Dieser Fall, der zweite, ist sozusagen hausgemacht, sehenden Auges die Fakten wegschieben und das Gegenteil behaupten:

„UNSERE AKW'S SIND SICHER, WIR BEHERRSCHEN DIE MATERIE, DARAUF KÖNNT IHR EUCH VERLASSEN!!!“

Dieselbe Behauptung auch bei uns, jahrelang, jahrzehntelang. Alles ist sicher: Atomkraftwerke, die Technik, Lager, Zwischenlager, Endlager noch nicht, weil es weltweit NICHT EINES gibt!
Sicher, nur, Störfälle in den weltweiten AKW's sind dokumentiert, inclusive GAU und Fast-GAUs.
All diese dokumentierten Fälle, Nachrüstkosten und Katastrophen einbeziehend machen die Atomkraft zur teuersten Energie weltweit, dem behaupteten Gegenteil widersprechend.

Den Opfern dieser Atomkraft, und die gibt es weltweit bereits heute zu hunderttausenden, sind die politischen Einordnungen von „links“ und „rechts“ bestimmt völlig einerlei.

Solange die jeweiligen Regierungen, bei uns eben die Regierung Merkel, ihren Sitz nicht in die unmittelbare Nähe des gefährdesteten AKWs des jeweiligen Landes verlegt (Aussage: es ist sicher), sollte der Bürger wissen, auf was er sich bei Unterstützung dieser Energieform einlässt. Prüfbare Glaubwürdigkeit der Regierenden kann bei der Standortwahl der eigenen Entscheidung helfen.