21 Mai 2012

Abzugspanik

Submitted by ebertus

Rette sich, wer (bezahlen) kann; und Frankreich hat sich bereits für diese Variante entschieden. Krokodilstränen werden nun vergossen, die ökonomische Seite der zunehmend panischen Absetzbewegung in den Vordergrund gestellt. Nur, was haben wir, was haben unsere Führer dort gesucht? Was, außer der zugegebenen, weltweiten Verteidigung unserer Wirtschaftsinteressen?

Entlarvend "schön", dieser Beitrag im Berliner Tagesspiegel; die bislang aufgelaufenen Kommentare eingeschlossen. Im Grunde und gern symbolisch zu verstehen wie bei dem letzten Helikopter aus Saigon, so ist bestenfalls den instrumentalisierten, der benutzten Soldaten eine Heimkehr zu wünschen. Alles an Material, an Infrastruktur sollte zurück bleiben müssen. Die Kosten dafür haben die Menschen in den Ländern der Besatzungsarmeen bereits bezahlt und nichts von diesem Teufelszeug stände dann den selbst ernannten Brunnenbohrern für weitere, weltweite  Aggressionen zur Verfügung.

Und die Despotenstaaten, mit denen man jetzt kuschelt, diese für eine Durchleitung, die Nutzung deren Infrastrukturebenfalls bezahlen will? Was wäre, wenn die Taliban und deren Verbündete jede strategisch wichtige Straße, jede Brücke, jeden Schienenweg in diesen Ländern im Vorfeld angreifen und zerstören? Ist es legitim, sich dies zu wünschen? Dass unsere Jungs mit nichts als dem, was sie am Leibe tragen zurückkehren, panisch flüchten? Ambivalenz stellt sich dahingehend ein, auch bei mir! Sind es doch einmal mehr lediglich Donovans "universal soldier", während die Feldherren, die geistigen Väter, die sog. Strategen unbehelligt bleiben.