18 Dez 2013

Fahrerflucht?

Submitted by ebertus

Mal ganz unabhängig von der Schuldfrage; ansonsten lediglich fürsorgende, sachgerechte Vermeldung?

Von einem Rentner jenseits der 80, der sich auf die linke Spur der Autobahn verirrt hatte? Wo doch freie Bürger fast überall (außer eben vielleicht gerade da) freie Fahrt genießen dürfen. Wo bei einem Unfall sofort angehalten, die Unfallstelle bzw. die Fahrzeuge korrekt abgesichert werden und die Polizei das dann sauber dokumentiert. Oder ist das ein medialer Grauschleier von staatstragender Hofberichterstattung, außer beim Tagesspiegel? Dort liest es sich etwas anders als im übrigen medialen Mainstream.

Ist ja nochmal gut gegangen...


"Erinnert sich keiner? Mensch, wenigstens einer?"...

Nein, nicht an den Kameramann, eher an an Otto Wiesheu? Ernsthaft, und natürlich nicht in jeder Facette vergleichbar. Alkohol war aktuell wohl nicht im Spiel, hat jedenfalls niemand behauptet oder gar geprüft. Und Wiesheu hatte keinen Fahrer.

Damals wie heute war auch kein Volvo der DDR-Nomenklatura beteiligt. Wenngleich die Gegend passen könnte, diese Erlkönige dort und generell um Berlin herum immer mal gesichtet wurden, man als Westler, den Tacho bei gut 100 gehalten nur ahnen konnte, wie schnell die unterwegs waren.

Von der (möglicherweise) jeweils gefahrenen Geschwindigkeit, dem rein physikalisch gegebenen Unterschied zwischen den beteiligten Fahrzeugen, dem Lebensalter, gar dem staatstragenden "Wert" der Insassen her ist der Fall Wiesheu jedoch schon vergleichbar.

Oder?

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Nachgelegt: Ansonsten ist der routinierte Hinweis auf mögliche Anschläge und böse Terroristen immer recht brauchbar, nicht nur für die NSA. So gesehen hat dieser nun (erst) 55-jährige Gymsasiallehrer bei seiner wilden Jagd, dem Schowdown an der Tankstelle doch noch mal Glück gehabt. Die hätten auch schießen können, dürfen...

"Sollte das tatsächlich zu einem Verfahren führen, würde dieses jedoch voraussichtlich wegen Geringfügigkeit eingestellt. Denn in so einem Fall stehe der Personenschutz der Kanzlerin im Vordergrund, wie der Jurist sagt: „Es hätte sich um einen Anschlag handeln können, man kann nicht einfach erwarten, dass der Wagen mit der Kanzlerin anhält."

Und politisch korrekt angehalten wird jetzt ebenfalls:

"Das Strafgesetzbuch mache deutlich, dass ein Unfallbeteiligter nur dann bestraft wird, wenn er sich vom Unfallort entfernt „und die Feststellungen nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht“. Der Kanzlerinnen-Fahrer hielt aber nach bisheriger Darstellung an einer Tankstelle, wo ihn der Fahrer des anderen Unfallwagens erreichte."