Recht

Selbst-Moderation

Ich finde die Selbstmoderation mit dem (dennoch und für alle) nachträglich möglichen Lesen bzw. Ausklappen der inkriminierten Kommentare recht spannend, auch -oder gar mehr noch- ein irgendwann mögliches Fernhalten von UserInnen im eigenen Blog. Das ist ja keine Einbahnstraße, so oder so... Drei Aspekte wollte ich anmerken:

Arme Frau II

Im Grunde lohnt es sich nicht wirklich, weitere mediale Eulen nach Athen zu tragen, den eigenen Senf zum Fall Schavan dazuzugeben. Einerseits war ihr Vergehen wohl weit geringer als das dahingehende von Guttenberg und andererseits gibt es gerade bei den bildungsfernen Unterschichten eine beinahe staatszersetzende Kriminalität wie Pfandbon- oder HartzIV-Betrug, welche doch bitteschön ernsthaft verfolgt werden müsste - die LeistungsträgerInnen jedweder Couleur dagegen in Ruhe gelassen, ihren staatstragenden Geschäften nachgehen sollten.

Junglehrer

Na dann...glücklicherweise nur "Mitarbeitermangel", also nichts Substantielles, gar für Verschwörungstheorien Taugendes. Der Tagesspiegel berichtet über die Vorboten der gewissen finanziellen Probleme des Berliner Senats; augenzwinkernd formal-sachlich beinahe. Im Grunde ist wohl alles im Lot, sind das eher tragische Einzelfälle und es betrifft ja (bislang) nur die derzeitigen Junglehrer, wird das finanziele Desaster beispielsweise des BBI erst zukünftige Lehrergenerationen und anders soziales Gedöns treffen.

RIP DRM ?

So schnell, wie in diesem Artikeltitel vermutet, so in Bälde wird das nicht kommen, wird das digitale Rechtemanagement als den Kunden gängelndes Kontrollinstrument nicht fallen. Kopierschutzfreie Bücher für sog. E-Reader, in offenen Formaten und gar auf jedem PC etc. zu lesen, das ist zur Zeit kein Geschäftsmodell und die "early adopters" werden noch so manches Leergeld -ja, gern mit "ee"- bezahlen müssen.

Anonyme Sexisten

Ein klassischer Fall von Täter-Opfer-Umkehr. Und nein, nicht schon wieder der beinahe ebenso "klassische" Bezug auf das Agieren des heutigen Staates Israel; etwas lokaler. Ariane Friedrich, eine bekannte deutsche Sportlerin hat auf Facebook einen ihr nachstalkenden Sexisten mit dem ihr bekannten Vor- und Nachnamen sowie Wohnort benannt. Das mag aus menschlicher, aus emotionaler Sicht sehr verständlich sein, kann es jedoch für das Opfer als nunmehrige Täterin noch äußerst kritische Weiterungen ergeben. Zum Sachverhalt sei hier auf law blog verwiesen. Ansonsten, der massenmedialen Geiferer gibt es genug, wird das Thema mit Sicherheit am Kochen gehalten.

Dreiklassen-Medizin

Mal abgesehen von der (gefühlt) zunehmenden Zahl an Menschen, die sich überhaupt keine Krankenversicherung mehr gönnen/leisten können, den sprichwörtlichen, "amerikanischen Verhältnissen" wird gemäß diesem SPON-Bericht neben der bereits gängigen Zweiklassen-Medizin nun gar noch eine dritte Klasse institutionalisiert - von staatswegen, versteht sich.

Freie Bürger fordern freie Fahrt

Der hier als Titel gewählte Slogan hat Historie, war er doch bereits während der sog. "ersten Ölkrise" die Antwort auf eine zumindest schleichende Einführung eines generellen Tempolimits unter falscher Flagge. In fast allen Ländern der Erde gibt es mittlerweile ein Tempolimit, in der EU gar flächendeckend; außer in Deutschland. Die Autoindustrie braucht hierzulande nun mal den Freilandversuch, während ande Länder, darunter ebenfalls so einige mit einer substantiellen Herstellerlandschaft, das notwendige Testen auf abgesperrten Areals betreiben. But wait ...

Klassenjustiz ?

Nun fand ich, wie bereits anderweitig geschrieben,  den JW-Abdruck eines Textes von Inge Viett weder erhellend noch zielführend, keinesfalls zustimmungsfähig und dass er bei mir "die Bereitschaft gefördert habe, die verfassungsgemäße Ordnung und das friedliche Zusammenleben der Bevölkerung zu untergraben" kann ich ebenfalls nicht sehen oder gar bestätigen.

Grillanzünder oder Sprossen

Vorab klar gesagt: Mein grundsätzliches Bekenntnis zum Gewaltmonopol des Staates, eingeschränkt dahingehend, soweit das im Art. 20 GG definierte Widerstandsrecht zum Tragen kommen könnte. Darüber zu diskutieren ist legitim, soweit von diffamierenden, persönlichen Unterstellungen Abstand genommen wird.

Vom Schwarzfahren

und dem "Erschleichen von Leistungen". Der im Hamsterrad laufende Konsument und Leistungsträger, der verrohende Mittelschichtler wendet sich mit Grausen. Nicht wirklich neue "Kopf-ab" Fantasien sind gefragt; wenigstens das (kalifornische) lebenslänglich via diesem "three strikes and you're out" wäre für die Delinquenten angebracht, oder?

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