Neoliberalismus

Der Armen überdrüssig - es gibt Wichtigeres!

Als Käufer und Leser der Spiegel, schlußendlich bis 1997 kam mir Newt Gingrich erstmals 1995 auf den politisch relevanten Radarschirm. Genau dies ist nunmehr und in geradezu faszinierender Aktualität ein Ausdruck dessen, wo etwas zusammen wächst, was als Credo, als verkürztes Denken im Hoffen, im positiven Begleiten der kapitalistischen  Endzeitära zusammen gehört; die Wenigen fast alles Besitzenden gegen die Vielen - und mit Israel als "Bauer auf dem Schachbrett"; frei nach Robert Kurz.

Tent City II

Zitat: "Die Armen können sich alles erlauben – die haben ohnehin nichts zu verlieren. Die Reichen können die besten Anwälte bezahlen und wer weiß was noch alles. Aber die Mittelschicht steckt zwischen beiden fest: Ohne die wirtschaftliche Macht, um das System zu schmieren, aber mit gerade genug Wohlstand, um Angst zu haben, es zu verlieren. Deswegen hat man uns jahrelang gemolken. Aber das ist jetzt vorbei."

It's better being a dog than a doctor

Alles Antisemiten, oder was? Dabei ist es "beruhigend", schnöden Neoliberalismus ebenfalls in Israel verorten zu dürfen, auch wenn die angehenden Doktoren in erwartbar prekären Verhältnissen mit dieser hier dargebotenen Überschrift aus einem "Haaretz"-Text vielleicht etwas übertreiben.

Neue Ehrenämter braucht die Welt

Zitat: "Doch die Penetranz, mit der Politik und Medien den Bürgersinn beschwören, zeugt von einem wenig respektvollen Umgang mit diesem "sozialen Kapital". Immer offensichtlicher wird, dass es nur darum geht, die Lücken zu stopfen, die der kontinuierliche Abbau des Sozialstaats hinterlassen hat. Aber das schaffen allein weder die Grünen Damen im Krankenhaus noch die Helferinnen, die im Tafel-Restaurant Suppe austeilen - und auch nicht die 1-Euro-Jobber, die in arm gesparten öffentlichen oder sozialen Einrichtungen aushelfen."

Elmar Altvater im Freitag - das finanzielle Guantanamo

Nach dem ersten Teil, der Diskussion eines Textes von Elmar Altvater aus dem März 2008 folgt hier die Besprechung eines Beitrages vom gleichen Verfasser; nun jedoch aus dem Oktober 2008 und damit bereits nach der Lehman-Insolvenz, einem Ereignis, welches vielfach als der Beginn einer Kernschmelze des Kapitalismus angesehen und dahingehend interpretiert wird.

Who's next ? Amerika am Arsch

Bereits der Titel hier, genauer der zweite Teil ist geklaut. Aus einem Blog in einem anderen Forum, welches von mir - trollbedingt - seit einiger Zeit gemieden wird. Im Gegensatz zum Troll dort steht mir der Verfasser von "Amerika am Arsch" geistig nahe, seine Anregungen und Links sind oft sehr zielführend. Und die Frage des "Who's next" möge nun, in Folgendem mit etwas Leben erfüllt werden.

Neoliberalismus, eine Utopie grenzenloser Ausbeutung wird Realität

Die Überschrift dieses Beitrages sowie alle weiteren Zitate sind einem Essay von Pierre Bourdieu entnommen. Aus dem Jahr 1998 stammend wurde diese Stellungnahme zusammen mit anderen Beiträgen, Interviews und Reden in dem Buch "Gegenfeuer" veröffentlicht, 2004 erstmals in dieser Zusammenstellung und in deutscher Sprache. Der folgende Text fokussiert auf diesen, im Titel genannten einzelnen Beitrag, ohne jedoch sehr sichtbare, allfällige Zusammenhänge und Weiterungen aus den Augen zu verlieren.

Neoliberaler Winter

Da konnte man diese Tage etwas auf den Nachdenkseiten zum Thema "neoliberaler Wetterbericht" lesen. Und nun befragt der Spiegelfechter zum Winter einfach mal das subjektive und das eher objektive Gedächtnis. Jedes Jahr nun also ein neuer Jahrhundert-Winter; die verbliebene, öffentliche Infrastruktur wird immer wieder hart und überraschend davon heimgesucht.

Von Pierre Bourdieu zu Günter Grass

Schon komisch? Über einen französischen Soziologen zurückbesinnend auf einem deutschen Literaten. Von Grass kannte ich bislang und neben seinem (andauernden?) Engagement für die SPD lediglich und in Auszügen das "Tagebuch einer Schnecke" sowie die Blechtrommel. Gerade der darauf basierende Film von Volker Schlöndorf hatte es mir aus junger Mensch angetan. Nicht zuletzt die Szene im Badehaus war irgendwie prägend, gerade auch und aktuell, wenn man den damaligen, den geschlechterspezifischen Rollentausch mit diesem, den primär auf Quote und Voyeurismus zielenden Lynchmob-Pranger des Trash-TV vergleicht.

SPD - zwischen Pest und Cholera

Verdient hat sie es ja, die verbliebene AgendaRest-SPD. Und von der Leyen punktet nach dem "gesunden Volksempfinden" via KiPo nun schon wieder; auch wenn es sich bei Alkohol und Zigaretten aktuell und hierzulande um legale Drogen handelt. Nein, das muss der gesunde Volkskörper nicht unterstützen! Punkt.

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