Castor

Der kommende Aufstand II

Solschenizyn oder Dante? Ersterer wohl, wenn die Hölle mit Straflager für Gefährder, zunehmend vielleicht für Minderleister, Unterschichtler etc. definiert wird. Eine immer größere Zahl von Menschen wird als sog. Humankapital für die profitable Sicherstellung der reinen Existenz nicht mehr benötigt, kann nicht sarrazinesk "irgendwohin" verbracht, keiner wie auch immer gearteten "Endlösung" zugeführt werden. Und damit sind wir wieder bei dieser Schrift vom kommenden Aufstand.

Der kommende Aufstand I

Man sollte es weder lächerlich machen, noch als Utopie, als Sozialromantik diffamieren. Visionen und Utopien sind nötig, sind vielleicht manchmal extrem, aber das ist der verordnete, der andauernde und angeblich so alternativlose Sachzwang ebenfalls. Er tötet die Demokratie und der aktuelle Zustand gerade der westlichen, der christlich-abendländischen Gesellschaftssysteme, das hilflose und dennoch freche, gespensterhafte Agieren der Mächtigen incl. ihrer politisch-medialen Marionetten, das penetrante "haltet den Dieb" Geschrei, das selbstgerechte Zeigen auf die Fremden, die Schuldigen, die Schurken, dies alles ist der eher selbst gelegte, von den sog. Eliten zu verantwortende Brandsatz unter dem Gesellschaftssystem.

Der Tag neigt sich,

der Zug nähert sich Dannenberg (07.11.2010/19:00) und natürlich werden die Castoren "irgendwann" Gorleben erreichen, vorerst dort endgelagert. Reflektionen bezüglich dem eigenen Engagement sind angezeigt, sind im Zeitalter des Web 2.0 nicht nur im privaten Tagebuch möglich. Dieses wwww (gemäß heise/hal faber, "was war, was wird") ist auch Teil der Historie, der perspektivischen Fragestellung.

Orte des Widerstandes

Dass sich die "politisch grüne?" taz hier (das Original) und jetzt zum überregionalen Sprachrohr der Bewegung macht, zumindest den wohlwollenden Chronisten gibt, das find' ich gut.

Dass die seit Ende 1998 sachzwangorientierten, zunehmend staatstragenden, für fast alles offene seiende Partei der Grünen ebenfalls auf dieser Welle reiten, sich "wieder" einbringen möchten, das find' ich zumindest ambivalent.

Dass Hermann Klepper die Grünen hasst, das ist irgendwie zu verstehen, das sollte man jedoch - weil vielleicht zu distanziert - nicht unbedingt selbst vertreten.

 

 


Wie bestellt

Was diese Tage und mit voller medialer Wucht auf uns Zipfelmützenträger einstürmt, dass wirkt ja wirklich (beinahe) wie bestellt, oder? Von Merkels Post aus Griechenland, über heissen Toner aus dem Jemen bis zu den verrückten Teekochern drüben; und natürlich zurück in unser "Homeland", wo die Bahn und an allen Fronten nur für positive, absolut bürgerfreundliche Nachrichten gut ist.

Kinder haften

Unsere Kinder müssen haften, für die strahlende Zukunft und die Banken/Spekulantenrettung.

Unsere Kinder werden verbürgt und verpfändet für das bestenfalls zeitweise Wohlergehen einer kleinen Minderheit einschließlich derer politischer Marionetten, unterhalten von medialen Hofschranzen.

Die sog. Vierte Gewalt ist nicht mehr.

Solidarität üben...; oder gar Geschichte schreiben ?

In der Regel erfolgt hier keine Verlinkung auf den liberalen, medialen Mainstream; es gibt meist gleichwertige oder gar bessere Alternativen. Verweigerung weniger, weil die Qualität des Mainstream nicht mehr stimmt, Distanz eher wegen der subtilen, manchmal gar offenen Botschaften derer, die dort singen und natürlich auch Brot essen (müssen). Botschaften in Richtung der doch so alternativlosen, neoliberalen Geisteshaltung als beinahe einziges Credo menschlicher Existenz.